Freitag, 01.02.2019

Erste Niederlage im zehnten Meisterschaftsspiel

Am Freitag fand in Siebnen das nächste Spitzenspiel der Zweitliga Volleyballer statt. Zu Gast war mit biogas volley näfels IV die Nachwuchsmannschaft des NLA Vereins. Nach Verlustpunkten liegen die Glarner auf dem zweiten Tabellenrang und ihr Ziel war es, die sechs Punkte Rückstand auf den Leader VBC March zu verringern. Die Gastgeber ihrerseits wollten auf neun Zähler ausbauen, was schon fast einer Vorentscheidung gleich käme.

Den Gästen gelang der Start besser und so lagen sie immer ein paar Punkte in Führung. Zwar glichen die Schwyzer zur Satzmitte wieder aus, in der Schlussphase agierten die Glarner allerdings cleverer und brachten den Satz so deutlich mit 25:15 nach Hause. Den Märchlern war bewusst, dass das Resultat nicht den eigentlichen Kräfteverhältnissen entsprach. Die Fehlerquote muss einfach deutlich gesenkt werden, ansonsten wird das eine kurze Partie.

Gesagt getan. Gleich mit 6:0 starteten die Gastgeber in den zweiten Durchgang. Es gelang, das Tempo hoch zu halten und noch deutlicher mit 25:13 zu gewinnen. Mit vielen erfolgreichen Aktionen wurde der Gegner permanent unter Druck gesetzt, so dass dieser sein Spiel nicht aufziehen konnte. Genau gleich wollte der VBC March im dritten Durchgang agieren.

Ein erneuter Blitzstart gelang zwar nicht, dennoch war der Beginn aus Sicht der Märchler gut und so lagen sie immer ein paar wenige Punkte vorne. Gegen Ende gelang es den Näfelser doch noch auszugleichen und erneut erwischten sie das bessere Ende für sich. Einen 20:21 Rückstand wandelten sie in einen 24:21 Vorsprung um. Zwar kamen die Gastgeber noch auf 23 heran, dann machten die Glarner den Sack zu und gingen mit 2:1 nach Sätzen in Führung.

Damit lag es wieder am VBC March. Der vierte Satz musste unbedingt gewonnen werden, wollte man nicht gleich drei Punkte Vorsprung einbüssen. Das Spiel verlief sehr lange ausgeglichen und keines der Teams konnte sich vorentscheidend absetzen. Die Märchler lagen kurz vor Schluss mit 22:21 vorne. Diesmal behielten sie die Nerven und die Übersicht und glichen aus. Damit musste, gleich wie im Hinspiel, das Tie-Break über Sieg und Niederlage entscheiden.

Der Leader war entschlossen, den Schwung aus dem vierten Durchgang mitzunehmen und auch das zweite Tie-Break zu gewinnen. Entsprechend druckvoll startete er und ging in Führung. Beim Seitenwechsel lagen die Schwyzer mit 8:6 vorne, was bei eigenem Aufschlag vielversprechend aussah. Darauf folgte allerdings gleich eine Schwächephase des Heimteams. Näfels drehte das Spiel von 6:8 auf 11:8. Fünf Punkte in Serie dürfen in einem Tie-Break nicht passieren. Trotzdem dachte noch niemand ans Aufgeben und bei 12:12 war der Spielstand wieder ausgeglichen. Erneut waren es die jungen Näfelser, welche das bessere Ende für sich behielten. Sie gewannen den Satz mit dem Minimalvorsprung 15:13 und somit das Spiel mit 3:2.

Die Enttäuschung beim VBC March war riesengross, sollte doch die Siegesserie weiter anhalten und nicht vor eigenem Publikum reissen. Dieses sorgte für lautstarke Unterstützung während dem gesamten Spiel und damit für eine super Stimmung in der Halle. Als Erkenntnis bleibt, dass es die Märchler in den eigenen Händen gehabt haben, das Spiel zu gewinnen. Allerdings schlichen sich zu viele Fehler und Ungenauigkeiten ein, welche sich gegen dieses talentierte Team rächen. Dank der Punkteteilung konnte Näfels nur einen Punkt aufholen. Somit hat der VBC March vier Runden vor Schluss noch immer einen komfortablen Vorsprung von fünf Zählern.

Die nächste Chance, um auf die Siegstrasse zurück zu kehren, bietet sich bereits am kommenden Freitag. Anpfiff ist erneut um 20:30 Uhr in der Turnhalle der Sek 1 March in Siebnen. Gegner ist Chur 2. In der Vorrunde kamen die Märchler nur sehr knapp um ein Tie-Break herum. Somit darf gespannt erwartet werden, ob es erneut ein knappes Spiel gibt oder ob dem VBC March mit der Wut im Bauch ein klareres Resultat gelingt.

VBC March – biogas volley näfels IV: 2:3 (15:25, 25:13, 23:25, 25:21, 13:15)

VBC March: M. Wyss, M. Stadler, M. Gmünder, M. Iseli, E. Molenbroek, P. Müller, U. Bruhin, R. Schwiter, R. Sprenger, D. Schöni (Libero), P. Staub (Coach)